Figurenkatalog Vergangene Leben

Der Abschlussband führt die Familiengeschichten der Saga zusammen. Chano findet auf Renda Kisten mit Briefen, Tagebüchern, Fotografien und Urkunden. Er ordnet die Spuren und malt die Menschen, deren Stimmen darin erhalten sind. Aus seiner Beschäftigung mit der Vergangenheit entsteht die Ausstellung Vergangene Leben.

Die Menschen der Gegenwart

Lars Jensen ursprünglich Sebastián Thiago Martínez Galán genannt Chano Erzähler, Maler und früherer Arzt aus Zwischen Dämonen. Er lebt auf Renda, erschließt die Dokumente und gestaltet die Ausstellung. Die Geschichte Gesines und Ankes berührt dabei seine eigene Kindheit. Seine historischen Bilder sind künstlerische Vorstellungen auf Grundlage der Funde.

Frederico Meza Gutiérrez genannt Quico oder Fritze Chanos Ehemann und Landarzt. Er begleitet die Arbeit mit den alten Dokumenten und unterstützt Chano, wenn die Vergangenheit ihn zu sehr vereinnahmt. Seine Familie ist bereits aus Schatten über Berlin und Zwischen Dämonen bekannt.

Kilian Louis’ leiblicher Vater, Christophs Cousin und Tonis Sohn. Er lebt mit Michel auf Renda und hilft Chano, die Verwandtschaften zu ordnen. Gesche ist seine angeheiratete Tante: Ihr Mann Karl-Heinz ist der Bruder seines Vaters Toni.

Michel und Rüdi Kilians Partner und dessen Sohn. Michel ist Musiker, kümmert sich um den gemeinsamen Alltag und unterstützt die Ausstellung. Rüdi wächst mit Louis auf Renda auf.

Louis Sohn von Jasmin und Kilian, Roberts Enkel sowie Adoptivsohn von Robert und Christoph. Er ist der Erbe des Hauses. In ihm begegnen sich Roberts Familie und Christophs Familienkreis; zugleich trägt er Rendas Geschichte in die nächste Generation.

Toni Kilians Vater, Karl-Heinz’ Bruder und Louis’ Großvater. Seine Erinnerungen und seine Hilfe beim Entziffern der alten Schrift unterstützen Chanos Nachforschungen.

Roland und Nathan Cohen Freunde und Mitbewohner aus Zwischen Dämonen. Roland ist Tischler und gestaltet Räume und Einrichtungen auf Renda. Nathan ist Trompeter; seine Musik und die Gemeinschaft mit Roland gehören zum Leben im Haus.

Felix und Timo Bewahren Ankes früheres Haus in Ording und helfen Chano mit Unterlagen aus ihrem Nachlass. Sie wirken auch an der Ausstellung in Chanos früherem Zuhause in Tönning mit.

Heiko Chanos langjähriger Berliner Freund und Unterstützer seiner Kunst. Er begleitet auch die Ausstellung. Bereits aus Zwischen Dämonen bekannt.

Die Familie Heilemann und der Weg zum Haus am See

Franz Heilemann Sohn von Käthe, Jugendfreund von Herta und Meta und Vater Ferdinands. Er verlässt Sarkau, lernt in Berlin das Tischlerhandwerk und begegnet Pauline Kadow. Seine Briefe und sein Tagebuch verbinden Licht über dem Haff mit der Vorgeschichte Rendas.

Käthe Heilemann Franz’ Mutter in Sarkau. Seine Geburtsurkunde nennt sie und Johanna Prusseit als Zeugin der Geburt; ein Vater ist dort nicht eingetragen. Chano hält diese Grenze der Überlieferung fest.

Pauline Heilemann geborene Kadow Franz’ Ehefrau und Ferdinands Mutter. Sie stammt aus Birkow am See; ihren Eltern gehört das spätere Haus auf Renda. Ihr Tagebuch erzählt vom Alltag am See, von den Nachbarn und vom Heranwachsen ihres Sohnes.

Ferdinand Heilemann Sohn von Franz und Pauline und später Roberts Nenngroßvater. Er bewahrt die Unterlagen seiner Eltern und führt selbst Tagebuch. Seine Jugendfreundschaft mit Franz Renzow und seine Begegnung mit Maria machen die Vorgeschichte des Hauses sichtbar.

Maria Heilemann geborene Kreutzer Ferdinands spätere Ehefrau und Roberts Nenngroßmutter. Sie kommt 1921 mit ihrer älteren Schwester Elisabeth aus Wels nach Birkow. Beide sind Cousinen von Georg Kreutzer. Damit verbindet auch Maria die Heilemanns mit der ostpreußischen Geschichte.

Elisabeth Kreutzer Marias ältere Schwester. Nach dem Tod ihrer Eltern suchen beide Arbeit in der Mark und finden zunächst Aufnahme bei den Renzows. Elisabeth erwähnt ihren fortgezogenen Cousin Georg.

Georg Kreutzer Cousin von Maria und Elisabeth, bereits aus Licht über dem Haff und Tanz auf dem Vulkan bekannt. Der Name aus Ferdinands Tagebuch schafft eine weitere Verbindung zwischen Birkow, Kunzen und Königsberg.

Die Familie Renzow und Roberts Herkunft

Albrecht und Minna Renzow Die ältere Nachbarsgeneration am See. Zu ihrem Haus gehört das Bootshaus, in dem Franz Heilemann arbeitet. Ihr Sohn ist der junge Franz Renzow, Ferdinands Freund. Diese Generation ist von Marthas Eltern zu unterscheiden.

Franz und Emma Renzow Marthas Eltern und Roberts Großeltern. Franz ist der Sohn von Albrecht und Minna. Ferdinand kennt ihn schon als Jungen am Steg. Nach der Zerstörung des Nachbarhauses nehmen die Heilemanns Martha auf.

Martha Schumann geborene Renzow und Hermann Schumann Roberts Eltern. Über Martha führt seine Kindheit unmittelbar zum Haus der Heilemanns. Hermann ist Jons’ Kampfgefährte aus Tanz auf dem Vulkan; damit besitzt Roberts Familie auch diese Verbindung zur früheren Geschichte.

Robert Schumann später Krüger Hauptfigur von Des Schicksals Pfade und Unsterbliche Liebe, Christophs Ehemann und Louis’ Großvater. Im Abschlussband lebt seine Geschichte in den Erinnerungen der Bewohner und in den Spuren des Hauses weiter.

Die Familie zu Kunzen und die Linie bis Christoph

Herta zu Kunzen geborene Prusseit und Meta Prusseit Cousinen aus Licht über dem Haff. Herta bleibt mit Franz durch Briefe verbunden und wird eine wichtige Stimme der gesammelten Unterlagen. Sie ist Ottos Ehefrau und die Mutter von Gerlinde und Mathilde. Meta begegnet Chano ebenfalls in den Briefen.

Otto sowie Wilhelm und Luise zu Kunzen Otto ist Hertas Ehemann und Vater ihrer Töchter. Wilhelm und Luise sind seine Eltern. Urkunden und Briefe erschließen Chano den Familienhintergrund; Wilhelm setzt sich beim Kaiser für die Erhebung der Familie ein.

Bernhard und Johanna Prusseit Hertas Eltern aus Licht über dem Haff. Bernhard wirkt an den Bemühungen um die Erhebung der Familie mit. Johanna erscheint auch als Zeugin in Franz Heilemanns Geburtsurkunde.

Gerlinde zu Kunzen und Heinrich von Ammen Hertas ältere Tochter und deren Mann, die Eltern von Johannes, genannt Jons. Diese Familienlinie führt zu Tanz auf dem Vulkan. Im Abschlussband werden auch die nordfriesischen Wurzeln der Familie von Ammen angesprochen.

Mathilde von Gerstäcker geborene zu Kunzen und Horst von Gerstäcker Hertas jüngere Tochter und ihr Ehemann, die Eltern von Anke und Gesche. Ihre Flucht führt sie 1943 nach Eiderstedt zu Horsts Schwester Gesine. Mathildes Tagebuch verbindet die ostpreußische Familiengeschichte mit Chanos vertrauten Menschen.

Gesine Jensen Horsts Schwester, Tammes Mutter und Chanos Adoptivgroßmutter. Sie nimmt Mathilde und Horst auf und gibt später Chano Schutz. Über sie berühren sich die früheren Familiengeschichten und sein eigenes Leben. Ihr Heimatzimmer bewahrt diese Erinnerungen.

Anke Petersen und Gesche Krüger geborene von Gerstäcker Mathildes und Horsts Töchter. Anke ist Chanos frühere Nachbarin und Christophs Tante; Gesche ist Christophs Mutter. Nach dem Verlust ihrer Eltern wachsen beide bei Anna und Werner in Eberswalde auf. Gesche übergibt Chano Mathildes Tagebuch.

Christoph und Karl-Heinz Krüger Christoph ist der Sohn von Gesche und Karl-Heinz und Roberts Ehemann. Karl-Heinz ist Tonis Bruder. Über Gesche und Mathilde führt Christophs Abstammung zu Herta zurück; über seinen Vater ist er mit Kilian verwandt.

Jons, Antas und Ludwig von Schöneck Figuren aus Tanz auf dem Vulkan und Unsterbliche Liebe. Ihre Geschichte gehört zu den Erinnerungen an Kunzen und Renda. Der Abschlussband greift auch die Erzählungen über Robert als Jons und die Wahrnehmung Ludwigs auf.

Weitere Personen der Ausstellung und der Nachforschungen

Johannes Hellberg
Älterer Besucher der Ausstellung und Nachfahre der Familie Hellberg. Er bringt Chano eine alte Photographie aus dem Nachlass seiner Tante Charlotte Hellberg. Auf dem Bild erkennt Chano Personen aus dem Umfeld von Kunzen. Johannes berichtet außerdem, dass seine Urgroßmutter Agnes Hellberg als junge Frau häufiger in Königsberg gewesen sei und Einladungen zu literarischen Abenden im Stadthaus der Familie zu Kunzen erhalten habe. Er überlässt die Photographie der Ausstellung und kündigt an, erneut nach Unterlagen zu suchen. Damit eröffnet er eine bislang kaum bekannte Spur zu Luise zu Kunzen.

Agnes Hellberg
Urgroßmutter von Johannes Hellberg und Mutter von Charlotte Hellberg. Sie hielt sich als junge Frau offenbar häufiger in Königsberg auf und gehörte zeitweise zum gesellschaftlichen Umfeld der Familie zu Kunzen. Nach den Familienerzählungen nahm sie an literarischen Abenden im Stadthaus teil. Ihre Erinnerungen und mögliche weitere Unterlagen könnten erstmals einen Blick auf Luise zu Kunzen außerhalb der bisherigen Familienüberlieferung ermöglichen.

Charlotte Hellberg
Tochter von Agnes Hellberg und Tante von Johannes. In ihrem Nachlass findet sich die Photographie, die Johannes später zur Ausstellung bringt. Über Charlotte blieb in der Familie die Erinnerung an Agnes’ Aufenthalte in Königsberg und an deren Verbindung zum Haus zu Kunzen erhalten.

Heinrich Mertens
Ehemaliger Offizier der Deutschen Grenzpolizei. Er besucht die Ausstellung mehrfach und sucht später Chano auf. Mertens war Einsatzleiter in jener Nacht, in der Ferdinand und Maria Heilemann bei ihrem Fluchtversuch erschossen wurden. Jahrzehnte später berichtet er erstmals ausführlich über die damaligen Ereignisse. Seine Aussage, er habe als Offizier lediglich seine Pflicht erfüllt, führt zu einer grundlegenden Frage nach Befehl, Verantwortung und persönlicher Entscheidung. Quicos Erwiderung, ein Mensch habe immer eine Wahl, bleibt bewusst ohne abschließende Antwort.

Martin Brodersen
Kulturredakteur einer norddeutschen Zeitung. Er besucht die Ausstellung und führt ein ausführliches Interview

Die zusammengeführten Familienlinien

Franz Heilemann und Pauline Kadow sind Ferdinands Eltern. Ferdinand und Maria nehmen Martha Renzow auf, deren Sohn Robert später nach Renda zurückkehrt. Maria ist über ihren Cousin Georg Kreutzer zugleich mit den ostpreußischen Geschichten verbunden.

Von Herta und Otto führt die Linie über Mathilde und Gesche zu Christoph. Horsts Schwester Gesine wird Chanos Adoptivgroßmutter. Louis, Roberts Enkel und Kilians Sohn, verbindet die gegenwärtigen Familienkreise.

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