Sempre Toscana – ein Stück von ihm
„Sempre Toscana“ ist für mich ein besonderes Buch, denn diese Geschichte begann nicht bei mir.
Das Buch geht auf einen Entwurf meines verstorbenen Mannes zurück, der unter dem Pseudonym Ferdl Weihsmann schrieb. Nach seinem Tod habe ich seinen Text übernommen, weitergeführt, überarbeitet und schließlich beendet.
Als ich mich intensiver mit seinem Entwurf beschäftigte, wurde mir immer deutlicher, wie viel von ihm selbst darin steckt.
Es ist keine frei erfundene Geschichte.
Vielmehr erkenne ich darin vieles wieder, was ihn beschäftigte, was ihm gefiel und wie er sich selbst gern gesehen hat.
Er liebte Haarschnitte und Friseure. In seiner Geschichte durfte deshalb auch der Friseur als Freund und Vertrauter nicht fehlen. Was zunächst wie ein kleines erzählerisches Detail wirken mag, gehörte tatsächlich zu seinen persönlichen Vorlieben.
Auch beruflich gab er seiner Romanfigur ein anderes Leben. Er sah sich gern als erfolgreichen Betriebswirt – als einen Mann, der beruflich das erreicht hatte, was ihm selbst im wirklichen Leben nicht gelungen war.
Und dann war da die Toskana.
Ein Urlaub dort hatte ihn tief beeindruckt. Die Landschaft, die Häuser, das Licht und diese besondere Atmosphäre ließen ihn nicht mehr los. Er wäre gern selbst in die Toskana gezogen.
So fand auch diese Sehnsucht ihren Weg in seine Geschichte.
Sogar die Casa della Querce, die im Buch eine Rolle spielt, ist keine Erfindung. Sie existiert wirklich.
Als ich seinen Entwurf nach seinem Tod wieder in die Hand nahm, war er deshalb für mich mehr als nur ein begonnenes Manuskript.
Zwischen den Zeilen begegnete mir mein Mann noch einmal: seine Vorlieben, seine Vorstellungen, seine Wünsche und auch ein wenig die Art, wie er sich selbst gern gesehen hat.
Ich habe seinen Entwurf aufgenommen und daraus die heutige Fassung von „Sempre Toscana“ gemacht. Sein Pseudonym Ferdl Weihsmann bleibt dabei ganz bewusst mit diesem Buch verbunden. Es ist schließlich seine Geschichte, die ich weitergeführt und zu Ende gebracht habe.
Für mich ist „Sempre Toscana“ deshalb auch ein kleines Vermächtnis.
Keine Biografie und keine vollkommen erfundene Geschichte, sondern ein Buch, in dem sich Wirklichkeit, Wünsche und Vorstellungen miteinander verbinden.
Manche Dinge, die ein Mensch hinterlässt, bekommen erst später eine ganz besondere Bedeutung.
„Sempre Toscana“ ist für mich eines davon – ein Stück von ihm, das geblieben ist.
Sempre Toscana lesen
„Sempre Toscana“ von Ferdl Weihsmann, neu überarbeitet und beendet von Paul Martín, ist als E-Book bei Amazon erhältlich.
Fotos, Dokumente oder längere Erinnerungen können Sie mir gern per E-Mail senden: paul_martin1@gmx.net
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